Tanz der Bienen     zurück
Die Tanzsprache ist eine wesentliche Kommunikationsform der Honigbienen. Durch das Tanzen werden mehrere Arten von Information über Futterquellen vermittelt.

Auch beim Schwärmen spielt das Vortanzen zum Finden und Auswählen eines geeigneten neuen Nistplatzes eine entscheidende Rolle.

Es gibt zwei verschiedene Tanzformen:
Findet die Biene eine Futterquelle, welche weniger als 100 Meter von dem Bienenstock entfernt ist, so führt sie den Rundtanz vor. Dabei läuft die Biene abwechselnd links- und rechtsherum in einem Kreis. Je ergiebiger die Futterquelle ist, desto lebhafter und länger tanzt der Fündige. Beim Rundtanz wird jedoch keine Richtungsangabe übermittelt.
Bei weiter entfernt liegenden Futterquellen wird der Schwänzeltanz aufgeführt. Die Biene scheint dabei ein kurzes Stück geradeaus zu laufen und kehrt auf einem Bogen zum Ausgangspunkt zurück. Der Schwänzeltanz heißt so, weil die Bienen, während sie die Gerade durchlaufen, ihren Hinterleib rhythmisch hin- und herbewegen, also schwänzeln. Die Biene steht während der Schwänzelphase mit den Füßen fest auf dem Untergrund, vorzugsweise den Rändern leerer Wabenzellen. Der Rücklaufbogen wird abwechselnd nach rechts und links ausgeführt. Der Winkel der Geraden zur Senkrechten entspricht dem Winkel zur Sonne, den die Bienen einhalten müssen, um zur Futterquelle zu kommen. Die Länge der Schwänzelphase bestimmt die Entfernung der Futterquelle. Andere Bienen laufen der tanzenden Biene hinterher, um die Informationen aufzunehmen. Gleichzeitig prägen sie sich den Geruch der gesammelten Nahrung ein, um gezielt zu den richtigen Blüten zu fliegen.

Quelle: wikipedia
Literatur: von Frisch, K.: Über die Sprache der Bienen. 1923 Zoologisches Jahrbuch (Zoologie und Physiologie) 40, 1-186
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