| Chaos[-forschung] | zurück | ||
| Das Chaos (griech) ist ein Zustand vollständiger Unordnung
oder Verwirrung und damit der Gegenbegriff zu Kosmos, dem griechischen Begriff
für Ordnung. Die Chaosforschung (auch: Theorie komplexer Systeme oder Komplexitätstheorie) ist ein Teilgebiet der Mathematik und Physik und befasst sich im Wesentlichen mit Systemen, deren Dynamik unter bestimmten Bedingungen empfindlich von den Anfangsbedingungen abhängt, so dass ihr Verhalten nicht langfristig vorhersagbar ist. Da diese Dynamik einerseits den physikalischen Gesetzen unterliegt, andererseits aber irregulär erscheint, bezeichnet man sie als deterministisches Chaos. Chaotische Systeme sind nichtlineare dynamische Systeme. Die Mandelbrot-Menge ist ein Fraktal, das in der Chaostheorie eine bedeutende Rolle spielt. Es wurde 1980 von Benoît Mandelbrot erstmals computergrafisch dargestellt und untersucht. Die mathematischen Grundlagen dafür wurden bereits 1905 von dem französischen Mathematiker Pierre Fatou erarbeitet. Trotz der hohen inneren Ordnung wurde die Mandelbrot-Menge zum Symbol für das mathematische Chaos, welches sich allerdings von Chaos im umgangssprachlichen Sinne grundsätzlich unterscheidet. Chaosfiguren – und damit die Mandelbrot-Menge – lassen sich nicht in «einfache» Muster auflösen. |
Literatur: C_H_A_O_S, Bausteine der Ordnung, Peitgen, Jürgens, Saupe; Klett-Cotta | ||
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Darstellungen der Mandelbrot-Menge |
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