| [Video-]Überwachung | zurück | |||
| Videoüberwachung ist nicht das Mittel, Räume sicher(er)
zu machen, weil – wie diverste Studien zeigten – dadurch nicht mehr Personen die Räume frequentieren. Kameras bestätigen vielmehr, dass ein Ort überwacht werden muss und also «unsicher» ist. Der überwachte Raum wird kriminalisiert, es gibt nur potenzielle Opfer und täter. Damit fördert die Videoüberwachung lediglich Ängste – statt sie zu nehmen. Mit Videoüberwachung wird der (öffentliche) Raum vermehrt dem Nutzen des Konsums zugeordnet. Die Kameras helfen, Regelbrüche (das Nicht- Konsumieren) zu unterbinden. Damit wird der öffentliche Raum nur unter Bedingungen ans Publikum abgegeben. Der Zugang wird standardisiert, also gibts ein Raster, durch das man nicht passen kann. Sobald aber der öffentliche Raum nicht mehr für alle öffentlich ist, kann er nicht mehr öffentlich genannt werden. Somit sind überwachte Räume keine öffentlichen mehr. |
www.medienkunstnetz.de www.surveillance-studies.org Uni Hamburg: Kultur, Kontrolle, Weltbild – Stadt. Raum und Überwachung «Gefährliche» Stadtviertel |
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Rimini Protokoll: Sonde Hannover, 2002 |
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